Nationaler Notstand: Infernale Kältewelle fordert bislang 225 Todesopfer in Südamerika

Nationaler Notstand: Infernale Kältewelle fordert bislang 225 Todesopfer in SüdamerikaAllein in Bolivien starben infolge der auβergewöhnlich harten Kältewelle 25 Menschen an Erfrierungen, die meisten unter ihnen waren indigener Herkunft. Den arktischen Temperaturen von bis zu Minus 25 Grad in Peru zum Beispiel sind die meisten Menschen nicht gewachsen.

Während Mittelamerika, die Karibik und der Norden von Südamerika von einer tropischen Hitzewelle heimgesucht wird, leidet der Cono Sur weiterhin unter extremen winterlichen Bedingungen. In einigen Ländern musste aufgrund der Minustemperaturen der nationale Notstand ausgerufen werden. In Bolivien, dem am härtesten betroffenen Land, Paraguay und Argentinien wurde der Schulunterricht ausgesetzt. Die Ärmsten der Armen versucht man in öffentlichen Herbergen und Hallen notdürftig unterzubringen.

Die häufigste Ursache, die zum Tode führt, ist die Hypothermie, desweiteren folgen Kohlenmonoxid-Vergiftungen und der Tod durch defekte Heizungen. Die meisten der Behausungen in der Region sind für solche tiefen Temperaturen nicht konzipiert. Es fehlt an jeglicher Isolation, Unterkellerung und dem notwendigen Brennstoff.

von Martin Richard Schmitt