Neuer Bundespräsident Christian Wulff will seine Ruhebezüge kürzen

Neuer Bundespräsident Chritian Wulff will seine Ruhebezüge kürzen

BERLIN – Kaum, dass der neue Bundespräsident Christian Wulff vereidigt ist, wird er auch schon zu seiner ersten Auslandsreise aufbrechen. Diese wird ihn nach Brüssel führen.

Wulff sagte in einem Interview, dass er sich in Brüssel mit dem EU-Parlamentspräsidenten Jerzy Buzek und dem EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso treffen wolle. Anschließend werde er dann möglicherweise noch nach Paris und Warschau fliegen. Allerdings steht in Polen noch nicht das Ergebnis der Stichwahl fest.

In der ARD-Sendung „Farbe bekennen“ sagte Wulff weiter, dass ihn Anfang Oktober ein Staatsbesuch in die Türkei führen werde. Wulff betonte, dass es sehr wichtig sei, die Beziehungen in die Türkei weiter zu stärken, denn schließlich leben in Deutschland sehr viele türkische Menschen.

Eine weitere Neuerung möchte Wulff durchsetzen. Er möchte, dass seine Ruhebezüge nach seinem Ausscheiden gesenkt werden. Für ihn gehe es darum, ein Zeichen zu setzen. Weiter sagte der dazu: „Wir alle müssen mit weniger auskommen“.

Am heutigen Freitag wird Wulff seinen Amtseid ablegen. Daran schließt sich eine Rede an. Anschließend werden er und seine Frau ins Schloss Bellevue fahren, um sich dort mit dem Bundesratspräsidenten Böhrnsen, dem Amtsvorgänger Köhler und Volker Wieker, dem Generalinspekteur der Bundeswehr, zu treffen. Am Abend, ab 19 Uhr, findet dann im Schloss Bellevue das Sommerfest des Bundespräsidenten statt. Ungefähr 5.000 Gäste werden erwartet.

von Sandra Reinfeld