Neues Steuergesetz: Aus für das Steuerparadies Gibraltar

Aus für das Steuerparadies GibraltarEin neues Steuergesetz wird den Unterschied zwischen Offshore-Unternehmen und Onshore-Unternehmen in der Steueroase Gibraltar aufheben. Damit werden zum ersten Mal in der Geschichte von Gibraltar einige Banken, Versicherungsunternehmen und andere Finanzdienstleister in dem kleinen Staat am Mittelmeer Steuern zahlen müssen.

Darüber hinaus wird es in Zukunft den Offshore-Gesellschaften, die vielfach nur als reine Briefkastenfirmen geführt wurden, nicht mehr möglich sein in den Genuss von Steuervorteilen nebst anderen fiskalen Vergünstigungen zu kommen.

Laut Regierungschef Peter Caruana will die nur 6,5 km² groβe britische Kolonie im Süden der iberischen Halbinsel mit dem neuen Gesetz ein Zeichen setzen, um so die komplette Integration in die EU zu erhalten. Ferner wird das britische Überseeterritorium verschärft den Kampf gegen Betrug und Steuerflucht, jetzt auch mit Haftstrafen, aufnehmen. Die übrigen EU-Mitgliedsstaaten will Gibraltar mit Informationen bezüglich des Themas unterstützen.

Bis zu 30 000 Briefkastenfirmen aus aller Welt, die sich gegen eine Gebühr von der Körperschaftssteuer freigekauft haben, tummeln sich auf Gibraltar. Die meisten davon haben nicht einmal einen einzigen Angstellten, sondern werden von Anwaltskanzleien vor Ort verwaltet.

Quelle: www.eleconomista.

von Martin Richard Schmitt