Norbert Röttgen fordert raschen Atomausstieg

Röttgen steht hinter dem Atomausstieg

Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld

© MarcelG/Flickr (CC)

DEUTSCHLAND – Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat den ewigen Streit der Kernenergie jetzt in eine andere Richtung gelenkt.

Er will einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Kernenergie. Laut Spiegel will er 7 Kraftwerksblöcke abschalten, dies ist eine ganze Menge. Da bleibt ja jetzt die Frage offen: Wo soll die neue Energie herkommen?

Norbert Röttgen (CDU, Bundesumweltminister) verfolgt einen Kurs, der der Atomenergie kritsch gegenübersteht. Diesen verschärft er jetzt noch, trotz viel Kritik aus der eigenen Reihen. Man darf sich also fragen, ob es endlich ein Politiker ist, der auch arbeiten kann und nicht nur große Reden schwingt (Wobei ich hier den Politikern natürlich nicht vorwerfe, dass sie nicht arbeiten, jedoch gibt es gewiss immer schwarze Schafe).

Röttgen plant sieben Kraftwerksblöcke vom Netz zu nehmen, darunter sind Biblis A und Neckarwestheim 1. Dies soll innerhalb der nächsten Jahre geschehen, es bleibt zu erwarten ob dies machbar ist, da ihm warscheinlich genug Steine in den Weg geworfen werden.

Der Christdemokrat verfolt ebensfalls im Rechtsstret mit dem Kraftwerkbetreiber Vattenfall eine harte Linie. Denn diese wollen schon seit langem Stromkontingente aus dem derzeit stillgelegten Kraftwerk in Krümmel nach Brunsbüttel übertragen um dessen Restlaufzeit zu verlängern. Das Umweltministerium verweigert Vattenfall bis jetzt aber die Genehmigung.

Es kommt jedoch bald zum Showdown, denn Ende April steht ein Verhandlungstermin im Oberverwaltungsgericht Schleswig an. Die vier großen Energiekonzerne haben derweil Verhandlungen aufgenommen um die Abschaltung von bedrohten Kraftwerken zu verhindern, denn man kann sich vorstellen, dass dies ein großer finanzieller Verlust wäre (auch wenn die Strompreise in letzter Zeit stetig steigen).

Das Umweltbundesamt hält die Verlängerungen jedoch für unnötig, denn Deutschland kann nach der Auffasung des Umweltbundesamtes seine 17 Atomkraftwerke problemlos ersetzen. „Wir können den Anteil von 40 Prozent erneuerbaren Energien gut um das Jahr 2020 erreichen“, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth der „Süddeutschen Zeitung“. „Das passt genau zum bisherigen Ausstiegsfahrplan.“ (Quelle: Spiegel Online)

Wir können also gespannt sein, wie sich das noch entwickelt. Meiner Meinung nach werden der Abdankung der Atomenergie viele Steine in den Weg gelegt. Am Ende werden aber doch die erneuerbaren Energien die Oberhand gewinnen.

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von Kevin Mischlich