Nordkorea Atomwaffentest, schonwieder?

Nordkorea drohte auf die Verurteilung ihres Raketenstarts am 5. April zu antworten. Nun ist es soweit: Nordkoreas zweiter Atomtest hat die ganze Welt empört. Laut Südkoreanischen Angaben wurde ein künstlich erzeugtes Erdbeben der Stärke 5,3 gemessen, während sich Staaten wie die USA mit einer Beurteilung noch zurückhalten, zweifelt Russland nicht, dass es sich um einen Atomtest handelt.

Der unterirdische Atomtest soll im Norden Nordkoreas, nordwestlich der Stadt Kilchu, stattgefunden haben. Ferner sollen auch Kurzstreckenraketen an der Küste getestet worden sein, einige von ihnen mit einer Flugstrecke von 130 km.

Laut der nordkoreanischen staatlichen Nachrichtenagentur aus Pjöngjang seien es „Maßnahmen zur Stärkung der atomaren Abschreckungskräfte zur Selbstverteidigung in jeder Hinsicht“. Frankreich und Japan fordern sofortige Konsequenzen für Nordkorea, eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats soll schon am Montag stattfinden.

Nordkorea hat mit diesem zweiten Atomtest allen ihre militärische Macht gezeigt. Der Rüstungsaufwand Nordkoreas ist enorm und wird wohl in Zukunft weiter zunehmen. In einem Punkt stimme ich mit den Nordkoreaner überein: Das Anrecht auf Atomwaffen sollten entweder alle oder keiner haben. Die USA scheinen die heftigsten Verfechter des Weltfriedens zu sein, doch waren sie nicht bisher die einzigen, die Atomwaffen im Krieg angewendet haben? Ich bin gegen eine Aufrüstung Nordkoreas, vor allem wenn dabei Kapital ins Militär fließt, während ein großer Teil der Bevölkerung hungern muss. Dennoch ist Nordkoreas Anspruch auf gleiche Behandlung aller Nation korrekt.

(Mark)