Ölpest im Golf von Mexiko schlimmer als angenommen

A pelican sits covered with oil from the Deepwater Horizon wellhead in Barataria Bay, Louisiana just off the Gulf of Mexico June 6, 2010. BP's containment cap is capturing an increasing amount of oil spewing from a ruptured Gulf of Mexico well, but the U.S. admiral leading the government relief effort said on Sunday the coast will be under siege from the massive spill for many more months. REUTERS/Jose Luis Magana/Greenpeace/Handout (UNITED STATES - Tags: ANIMALS DISASTER BUSINESS ENERGY) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVESSchon mehrfach wurde seit dem Untergang der Bohrinsel “Deepwater Horizon” am 20. April über das Auβmaβ der Ölmenge, die sich alltäglich in den Golf von Mexiko ergieβt, spekuliert. Gingen die Experten anfangs von einer Menge von 12 000 bis 19 000 Barrel pro Tag aus, so mussten sie jetzt die Zahlen nach dem neusten Stand der Kenntnisse deutlich nach oben schrauben.

Laut den amerikanischen Behörden strömen mehr als 40 000 Barrel Öl (6,4 Millionen Liter) pro Tag in den Golf von Mexiko. Gemäβ dem Ölmulti BP sollen diese Zahlen aber “nur” bis zum 3. Juni Bestand gehabt haben, danach gelang es BP angeblich mit einer neuen Methode pro Tag mehr als 15 000 Barrel des ausströmenden Öls aufzufangen.

Die Umweltkatastrophe hat für den Energiekonzern und seine Verantwortlichen jedoch nicht nur wirtschaftliche Folgen. So muss der Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens, Carl Henric Svanberg, am kommenden Mittwoch bei US-Präsident Obama im Weiβen Haus Rede und Antwort stehen. In einem Schreiben von Krisenchef Thad Allen an Svanberg stellte dieser noch einmal klar, dass der Konzern ganz allein für alle anfallenden Kosten aufkommen muss.

von Martin Richard Schmitt