OnLive bringt im Juni die ersten Online-Streaming Spiele auf den Markt

Zum ersten Mal wird es mit cloud computing möglich sein Onlinespiele nach dem immer populärer werdenden Streaming-Verfahren im Internet zu spielen. Die gleiche Technologie hat sich schon im Bereich Audio- und Video-Streaming, die auch als Web-Radio und Web-TV bekannt sind, etabliert. OnLive kündigt schon seit geraumer Zeit  die Neueinführung des Systems mit dem Namen “cloud computing” an.

Beim sogenannten Livestream baut der PC-Benutzer eine Einzelverbindung (Punkt zu Punkt) mit dem (Medien)-Server auf. Hinter dem Streamingprozess verbirgt sich ein kompliziertes System der Datenübertragung. Da der Empfang der Daten gleichzeitig mit der Wiedergabe stattfinden soll, müssen die Daten vor der Übertragung komprimiert werden, um eine ausreichend groβe Datenmenge für den reibungslosen Ablauf zu senden. Die Neuentwicklung bedeuted jetzt, dass die Spieler ganz komplexe Spiele wie “Mass Effect 2” kaufen oder mieten können und diese auch auf älteren PC-Ausführungen nutzen können. Es bedarf dazu keiner Konsole wie z. B. Xbox 360 oder PlayStation 3 mehr. Die Übertragung der Daten erfolgt von entfernten Medien. Momentan müssen die noch Spieler Disketten kaufen, die nur im Zusammenhang mit einer Konsole funktionieren.

Immer mehr Spieleproduzenten bieten Zusatzeinheiten und Sequenzen als Download im Internet an. Dienstleister wie Direct2Drive währenddessen verkaufen komplette Spiele als Download, doch dazu benötigen die User leistungsfähige Computereinheiten der neusten Generation. OnLive Inc. hat am Mittwoch verkündet die PC-Spiele im Streaming-Verfahren ab 17. Juni für einen Preis von 14,95 US-Dollar anzubieten.

von Martin Richard Schmitt