Operation Top-Kill: Ölstrom im Golf von Mexiko ist immer noch nicht gestoppt!

An aerial view of crew cleaning the marshes near Block 69 in NE Pass which is swamped with oil from the Deepwater Horizon wellhead

Kurzfristig dachte man, die Operation „Top Kill“ gelingt, doch wirklich sagen, ob es gelingen kann, das leckgeschlagene Bohrloch zu verschließen kann noch niemand.

Wie Spiegel Online berichtet, blieb der Versuch des Ölkonzerns BP das Bohrloch zu verschließen zunächst ohne Erfolg. Zwar hatte es anfänglich so ausgesehen, als könnte die „Top-Kill“-Methode gelingen. Bei dieser Methode werden mindestens 8.000 Liter Schlamm in der Minute durch ein auf dem Bohrloch sitzendes Sicherheitsventil gegen den Ölstrom gepumpt. Die kurzzeitige Erfolgsmeldung, dass der Öl- und Gasstrom kurzzeitig unterbrochen sei, hatte die US-Küstenwache bekanntgegeben. Der Manager von BP, Doug Suttles konnte dies aber nicht bestätigen.

Er gab an, dass die austretende Menge lediglich für eine gewisse Zeit deutlich geringer gewesen sei und er nicht überrascht sei, dass das Vorhaben länger dauere, als erwartet. Möglicherweise dauere es noch bis zum Wochenende. Erst dann stehe fest, ob die Operation erfolgreich sei. Die immer wiederkehrenden mehrstündigen Pausen sind nötig, um festzustellen, ob es bereits Erfolge gebe. Außerdem muss immer wieder neuer Schlamm herangeschafft werden.

Sollte die Operation „Top-Kill“ letztendlich doch scheitern, dann gebe es bereits Ersatzmethoden, die dann zum Einsatz kämen. Eine davon wäre ein weiteres Sicherheitsventil, das über das erste gestülpt werden würde. Damit hofft man, den Ölfluss zu stoppen.

von Sandra Reinfeld