Operation verschoben: Warnstreik an Unikliniken – Notfälle werden behandelt

Verdi verlangt 6 Prozent Lohnerhöhung – Arbeitgeber bieten o,5 Prozent
An verschiedenen Unikliniken in ganz Deutschland sind die Mitarbeiter in den Ausstand getreten. Etwa 500 Klinikangestellte legten an den Unikliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm die Arbeit am Dienstagmorgen nieder. Im Laufe des Tages wollen sich laut Aussagen aus der Verdi-Gewerkschaftsführung noch weitere 1000 Angestellte dazugesellen.

Der Warnstreik bringt im Zuge des Arbeitsniederlegung auch Probleme für die Patienten mit sich, da rund Operationen verschoben werden müssen. Die Gewerkschaft plant mit dem Warnstreik den Druck auf die Tarifverhandlungen zu erhöhen. Am Donnerstag kommt es zu einer weiteren Verhandlungsrunde in Stuttgart. Doch ist die Ausgangslage laut der Gewerkschaftsführung denkbar unbefriedigend.

Für die 24 000 Beschäftigten an den diversen Unikliniken sehen die Arbeitgeber eine umgerechnete Erhöhung von 0,5 Prozent umgelegt auf das ganze Jahr vor die soll unter anderem auch durch die Zahlung einer Einmalzahlung erfolgen. Verdi hingegen fordert eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent. In wieweit es zu einer Tarifeinigung kommen wird, wird man in den kommenden Tagen sehen.
Sollte es zu Notfällen kommen so werden diese jedoch behandelt.

Quelle: Focus

von Martin Richard Schmitt