Pornos gucken im Internet kann fatale Folgen haben

Pornos gucken im Internet kann fatale Folgen habenWer Pornoseiten im Internet besucht, läuft Gefahr Opfer von Netzkriminellen zu werden. Zwar ist laut einer kürzlichen Studie das Risiko gering sich eine Malware einzufangen, doch schaffen es die Gauner mit anderen Tricks den Besuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Gerade das breite Angebot auf dem Pornomarkt im Internet führt dazu, dass die Kriminellen immer mehr Angriffsfläche bei den Usern finden, erklärt Gilbert Wondracek, Oneline-Sicherheitsexperte bei International Secure Systems Lab, der die Studie leitete.

Web-Sicherheit auf Pornoseiten
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass heutzutage schätzungsweise 12% aller Webseiten irgendeinen pornographischen Inhalt haben und, dass 70 % aller Besucher dieser Seiten Männer unter 24 Jahren sind. Laut Wondracek ist es für den durchschnittlichen Nutzer im Vorhinein kaum erkennbar, welche der Porno-Sites keine schlechten Absichten verbirgt.

Das System funktioniert dadurch, dass kostenpflichtige Pornoseiten Teile ihres Inhaltes als sogenannte “Teaser” auf Gratis-Pornoseiten anbieten, um so die User anzulocken. Die Untersuchungen zeigen ferner, dass 90% aller Porno-Domains Gratisseiten sind. Gemäβ der Studie sind 3,23 % dieser Seiten mit Adware, Malware, Spyware und anderen Viren verseucht. Schlimmer noch sind jedoch die eingebauten kleinen Programme, die es den Besuchern nahezu unmöglich machen, die Seiten zu verlassen oder wenn, dann werden sie automatisch zu ähnlichen Seiten weitergeleitet. Statt dem erwarteten Bild oder Video findet sich der User auf einer Partnerseite wieder und das Spiel beginnt von vorne.

Die besagten Gratisseiten “leben” von einer hohen Klickrate, sie schachern sich untereinander die Besucher zu, um so schneller in den Ranglisten der Suchmaschinen nach oben zu steigen, und somit mehr Besucher zu erhalten.

Sicherheitssoftware für Pornoseiten
Um zu wissen wie das System funktioniert, haben die Wissenschaftler mit einem Aufwand von 160 Dollar zwei eigene Pornowebseiten mit Gratis-Inhalt von anderen Pornoseiten entwickelt. Nach der Analyse von 49 000 Besuchern folgten 20 000 einem Kombinationsschema aus Webbrowser und Computer, dass sie anfällig für Cyber-Kriminalität werden lässt.

Einige Pornoseiten gehören zu den populärsten Seiten im Internet und daher liegt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass viele User die Tricks mit denen sie ausgenommen werden, gar nicht oder zu spät bemerken. Wondracek empfiehlt daher die eigene Sicherheitssoftware immer auf dem aktuellsten Stand zu halten und die Sicherheitsangebote der Webbrowser zu nutzen.

Quelle: www.bbc.co.uk

von Martin Richard Schmitt