Provokative Kunst: Transsexuelle Nazi-Micky Maus spaltet die Gemüter

Provokative Kunst: Transsexuelle Nazi-Micky Maus spaltet die Gemüter

Ein riesiges Plakat mit einer transsexuellen Miky Maus und einem Hakenkreuz im Hintergrund könnte sich für die Eigentümer einer Kunstgalerie zu einem echten Problem erweisen. Denn das provokative Plakat, das im polnischen Poznan an einer Galerie angebracht ist und auf eine Ausstellung hinweist, hängt nur ein paar Meter von einer Synagoge entfernt.

Laut dem Stadtrat Norberto Napieraj, der sich im polnischen Radio äuβerte, ist das Plakat schlichtweg schockierend, noch schlimmer allerdings ist es das für die Menschen, die den Zweiten Weltkrieg noch miterlebt haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Synagoge geschlossen und von den Nazis geplündert, bevor sie dann unter Wasser gesetzt und von den deutschen Soldaten als Swimmingpool benutzt wurde.

Die polnische Staatsanwaltschaft prüft derweil, ob es sich bei dem Plakat um eine Verherrlichung des Nationalsozialismus handelt. Sollte das der Fall sein, drohen den Besitzern der Kunstgalerie bis zu drei Jahren Haft. Eine Sprecherin der Galerie hingegen verweist darauf, dass das Plakat nur eines aus einer Reihe von Plakaten ist und überhaupt nichts mit der Verherrlichung von Faschismus und Nationalsozialismus im Sinn hat.

Das Provokante Plaket gibt es hier zu bewundern.

von Martin Richard Schmitt