Radsport- Weltverband UCI weist Dopingvorwürfe von Floyd Landis gegen Lance Armstrong zurück

Radsport- Weltverband UCI weist Dopingvorwürfe von Floyd Landis gegen Lance Armstrong zurück

Der Radsport-Weltverband UCI hat die jüngsten Dopingvorwürfe des ehemaligen amerikanischen Radprofis Floyd Landis gegen seinen Landsmann Lance Armstrong auf das Schärfste zurückgewiesen. Besonders bezog sich der Verband dabei auf die Vorwürfe im Jahr 2002 während der Tour de Suisse. Die Organisation zeigt sich besorgt über die jüngsten Dopingvorwürfe, die erneut einen Schatten auf den Profi-Radsport werfen. Aus der Führungsetage des UCI war zu vernehmen, dass der Radsport seit Jahren durch Typen wie Floyd Landis schweren Schaden erleidet, und dass die Ehrlichkeit einiger anderer darunter leidet.

Da muss man sich allerdings dann doch fragen, wem man dann seinen Glauben schenken soll. Einem Verband, der mit allen Mittel versucht einen dopingverseuchten Sport wieder ins rechte Bild zurücken, damit die Werbe-Millionen wieder flieβen, oder einem am Boden zerstörten Ex-Radprofi, der einen schwer unter Doping-Verdacht stehenden Radprofi anklagt.

Die Reputation fast aller Beteiligter in diesem Sport, bezogen auf die Profiabteilumg ist sowieso auf dem Nullpunkt angelangt, und es wäre an der  Zeit endlich einmal wirklich klar Schiff zu machen. Auch auf Kosten des “Wonderboys” Lance Armstrong, dem seit Jahren schon niemand mehr seine exorbitante Leistungsfähigkeit abkauft. Landis ist wenigstens so fair  und räumt mit seinem Gewissen auf, es schadet auch keineswegs nichts, wenn dabei andere mitfallen – vorausgesetzt die Beschuldigungen stimmen. Das kann dem Radsport nur gut tun. Was diesem nämlich fehlt ist Ehrlichkeit und keine Heuchelerei wie im Falle der UCI, oder (Selbst)-Betrug wie im Falle von Armstrong.

Wenn UCI-Präsident Patrick McQuaid über die fragwürdige Glaubwürdigkeit von Landis spricht, dann muss er sich und seinen Verband zuerst einmal selbst genauer unter die Lupe nehmen.

Die Beweise gegen Armstrong häufen sich, auch wenn dieser immer wieder beteuert “sauber” zu sein. Jetzt zum ersten Mal sagt einer seiner Kollegen gegen ihn direkt aus. Angeblich wurden schon eingefrorene Blutproben von ihm aus der Saison 1999 gefunden, die Spuren von Epo beeinhaltet hätten. Landis präzisiert seine schweren Anschuldigungen genau: „Er hat mir erklärt, dass Transfusionen notwendig sind, weil es einen neuen Test für Epo gebe.”

Floyd Landis gab zu, von 2002 bis 2006 mit Epo, Testosteron, Wachstumshormonen und Bluttransfusionen gedopt zu haben und dafür allein pro Jahr 90 000 Dollar ausgegeben zu haben.

von Martin Richard Schmitt