Rennsport: Rallye Dakar 2011 geht neue Wege

Vom 1. bis 17. Januar wird die Rallye Dakar 2011 wieder in Argentinien und Chile ausgetragen. Sogar an einen oder mehrere Teilabschnitte, die durch die Länder Bolivien und Peru führen war gedacht, doch vorerst bleibt alles beim Alten.

Irgendwann wird die ursprüngliche Paris Dakar zwar wieder zu ihren Wurzeln nach Afrika zurückkehren, doch ist bisher noch nicht klar wann das sein wird. Im Übrigen zeigten sich die Veranstalter nach jedem Rennen in Südamerika durchaus zufrieden mit den Umsatz- und Besucherzahlen, von der grandiosen Naturkulisse ganz zu schweigen. Für das kommende Jahr sucht die Dakar laut dem Kurschef Etienne Lavign jedoch neue Wege.

Der Start der Dakar 2011 wird wie in jedem Jahr in der argentinischen Kapitale Buenos Aires sein. Daraufhin geht es durch die argentinische Pampa in Richtung Norden in eine der landschaftlich attraktivsten Regionen des Landes. Dabei werden die Städte Victoria, Córdoba, San Miguel de Tucumán oder San Salvador de Jujuy angeschnitten. Fünf argentinische Provinzen müssen bis nach Chile durchquert werden.

An der Grenze zu Chile wird ein Teilstück zu bewältigen sein, das auf den bisherigen Rennen noch nicht zu passieren war. Auf dem sogenannten „El Paso de Jarama“ geht es bis in die Atacamawüste in Chile. Die trockenste Wüste der Erde bildet auf Grund der spektakulären Naturkulisse wie in jedem Jahr das Herzstück der Dakar. Gleich mehrere Etappen und Spezialprüfungen sind dort vorgesehen. Ein Tag Pause wird in der chilenischen Stadt Arica eingelegt bevor es wieder Richtung Süden geht.

Auβen vor wird im kommenden Jahr jedoch die Hauptstadt Santiago de Chile bleiben, dafür werden die Städte Iquique, Antofagasta oder Copiapó auf dem Plan stehen. Über den Paso de San Francisco geht es über die Anden zurück nach Argentinien. Dort läuft das Rennen weniger spektakulär in Richtung Buenos Aires aus.

Ein paar neue Regeln sind auch schon bekannt. So gehen in diesem Jahr nur noch Motorräder bis 450 ccm an den Start. Auf die Kopiloten wartet ebenfalls wegen einer Änderung der GPS Nutzung mehr Arbeit.

Die Live-Bilder der Dakar werden in 190 Ländern zu sehen sein. Im vergangenen Jahr säumten 4,1 Millionen Zuschauer die Pisten.

von Martin Richard Schmitt