Rettung der Kumpel in Chile: Internationale Presseschau

People cheer while watching the rescue of the last miners trapped in the San Jose mine, on a large screen in a public square of Santiago October 13, 2010. All of Chile's 33 trapped miners were rescued from deep underground in a special capsule on Wednesday as an extraordinary two-month survival story many call a miracle triggered wild celebrations.  REUTERS/Cristobal Saavedra (CHILE - Tags: DISASTER BUSINESS)Rettung der Kumpel in Chile: Internationale Presseschau

Das lang gezogenen südamerikanische Land Chile am Pazifischen Ozean ist überwältigt von der gelungenen Rettungsaktion der verschütteten Kumpel. Doch nicht nur in Chile wird diesem Ereignis gedacht und Tribut gezollt, auch im Rest der Welt sind die Menschen bewegt von den dramatisch verlaufenen vergangenen Stunden, die glücklicherweise mit einem Happy End zu Ende gingen.

Die internationale Presse überstürzt sich nahezu in übermütigen Lobeshymnen und Glückwünschen. Auch im Europäischen Parlament äuβerte sich der Präsident des Europaparlaments, Jerzy Buzek mit den Worten: „Heute können wir für einen Moment unsere Alltagsprobleme vergessen und mit den Chilenen und Bolivianern feiern.”

Einige Zeitungen weisen auf die gemeinsamen Anstrengungen mehrerer Länder hin, die an der Bergungsaktion teilgenommen haben, andere wiederum kritisieren das schlechte Management der Rettungsaktion.

Laut der russischen Zeitschrift “Prawda” haben Wunder ihren Preis. 22 Millionen Dollar hatte die Rettung der Bergleute angeblich gekostet.
Das alles dürfe jedoch im überschwänglichen Freudentaumel für eine Weile in den Hintergrund treten. Wenn sich der erste Jubel gelegt hat, werden die Konsequenzen folgen.

Einen Querschnitt durch die internationale Presselandschaft in Bezug auf die Rettung der Kumpel in Chile gibt es in der Süddeutschen Zeitung.

von Martin Richard Schmitt