Science: Maschinen mit Gedankenkraft steuern

Der wissenschaftlichen Gruppe des Informatikers Klaus-Robert Müller von der Technischen Universität Berlin ist es gelungen ein Gerät zu entwickeln, mit dem sich Gedanken in elektrische Signale übersetzen lassen – und dies so schnell wie noch nie. Diese Technik erlaubt es Gelähmten sogar Flipper zu spielen.

Der Proband zieht eine Mütze an und schon kann er, ohne sich bewegen zu müssen, nur mit der Kraft seine Gedanken, verschiedenste Geräte steuern. Die Innenseite der Mütze besteht aus vielen Elektroden, welche die Aktivität des Gehirns anhand der Hirnströme messen können – denn jeder Gedanke beeinflusst das Aktivitätsmuster.

Man stellt sich nur eine Bewegung vor und schon führen sie die Maschinen aus, jedoch braucht man einige Zeit, bis die Arbeit mit der Maschine synchron verläuft. „Der Computer muss die individuellen Hirnsignale erst lernen zu erkennen. Sie unterscheiden sich von Mensch zu Mensch beträchtlich.“, so Tangermann, Mitglied der Forschungsgruppe. Erst nach einer Übungsphase lässt sich die Maschine fehlerfrei steuern.

Diese Technologien sind nicht neu, jedoch hat sich die Verzögerung deutlich verringert. Weltweit arbeiten immer mehr Wissenschaftler an einer Schnittstelle zwischen Hirn und Computer, das sogenannte Brain-Computer Interface. Diese Forschung soll vor allem Kranken zugute kommen, so könnte man zum Beispiel Rollstühle nur mit der Gedankenkraft steuern.

(Mark)

Quellen:

  1. Mit Gedankenkraft Maschinen steuern