Scientology-Verbot in Deutschland?

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Der Aufruf nach einen Verbot der Scientology wird in der deutschen Politik immer lauter. Besonders aus den konservativen Politkreisen dringen immer häufiger solche Forderungen ans Tageslicht. Jetzt unterstützt auch der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus aus der CDU öffentlich ein Vorgehen gegen die Scientology-Organisation. Damit steht er nicht allein, denn schon der bayrische Innenminister Joachim Herrman CDU hat sich für ein Verbot der Sciencetology ausgesprochen. Ahlaus sieht in der Organisation, die aus den USA den Weg nach Europa fand, eine “verfassungsfeindliche und menschenverachtende Organisation, die mit Grundprinzipien unserer Demokratie auf  Kriegsfuß steht”.

Andere wie der nordrheinwestfälische Innenminister Ingo Wolf FDP sehen ein Verbot der Gemeinschaft als nicht so einfach an. Für ihn muss erst der Beweis erbracht werden, dass Scientology überhaupt gesetzeswidrig handele. Die Lehre allein sei nicht Tatbestand genug für ein Verbot. Trotzdem betrachtet auch er Scientology als eine im Grunde gefährliche Organisation.

Nachdem es eine zeitlang relativ ruhig um die Sciencetology war, rückte Scientology wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, nachdem in der vergangenen Woche die Machenschaften der Scientology in der Late Night-Show “Hart aber fair” – Die Armee der Ferngesteuerten – mit Frank Plasberg zu teilweise kontroversen Aussagen führte.

Die von dem Sprecher der Sciencetology (angeblich auf der Basis eines Gerichtsurteils) geforderte Titulierung als eine Kirche wurde sofort widerlegt. Den gesamten vorgelegten Tatsachen und Beweisen gegen die Sciencetology konnte Jürg Stettler nicht standhalten und flüchtete sich in Ausflüchte. Geheime Filmaufnahmen eines Stern-Autors, der undercover in der Sektenszene recherchiert hatte, zeigten den hierarchischen Umgang unter den Mitgliedern, der auf Grund von Manipulationen und Gehirnwäschen eine absolute Gehorsamkeit fordert. Ehemalige Mitglieder, die nach jahrelanger Qual und Unterdrückung den Sprung aus der Sekte wagten, bedauern die Langatmigkeit des Staates.

Ferner weisen sie darauf hin, dass Scientolgy durchaus auch politische Machtansprüche hege und selbst einen eigenen Geheimdienst betreibe.
Scientology steht weiterhin unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes und eine Diskussion um ein Verbot der Sekte soll laut den Politikern eine abschreckende Wirkung haben. Bisher fehlt jedoch eine Mehrheit in der Politik, um einen solchen Schritt zu realisieren.

Quelle: dpa/yahoo

von Martin Richard Schmitt