Spickmich.de: Lehrer dürfen auch benotet werden

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs ist die Benotung von Lehrern im Internet erlaubt. Die Schüler hätten ein Recht auf Meinungsaustausch und freie Kommunikation und diese wiege schwerer als das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Lehrer.

Der Streit fing mit der Klage einer Lehrerin aus Nordrhein-Westfallen an: Sie wurde bei spickmich.de im Fach Deutsch mit einer Note von 4,3 bewertet. Dadurch fühlte sie sich daher in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.
Spickmich ist ein Internetportal, in dem Schüler ihrer Lehrer mit Schulnoten von 1 bis 6 bewerten können und auch Bewertungen wie „gut vorbereitet“ oder zum Beispiel „menschlich“ abgeben können. Eigentlich eine super Idee, so können einerseits die Lehrer Feedback bekommen und die Schüler andererseits ihre Meinung äußern. Manuel Weisbrod, einer der Geschäftsführer, äußerte sich dazu folgerndermaßen: „An der Uni gibt es seit Jahren Bewertungsprogramme für Professoren und Dozenten. Wir haben das Prinzip für die Schule übernommen, es altersgerecht entsprechend ein wenig lockerer gestalten.“

(Mark)

Quellen:

  1. Spichmich.de – Schüler dürfen Lehrer weiter benoten