Sterben, Tod und Hospiz: In welchem Land stirbt es sich am besten?

'Sterben, Tod und Hospiz: In welchem Land stirbt es sich am besten?'Alle reden von der Lebensqualität, die auch in einem eigens dafür vorgesehenen Index gemessen wird, doch wie sieht es aus mit dem Sterben?

In der Zeitschrift Economist Intelligence Unit (EIU) wurde auf dieses Thema eingegangen und extra  ein Studie in 40 Ländern der Welt durchgeführt, wobei die allerärmsten Länder nicht in Betracht gezogen wurden.

Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache und zeigen unmissverständlich, dass in den meisten Ländern der Tod immer noch ein Tabu ist. Es fehlt überall an den geeigneten Normen und Gesetzen, der Palliativmedizin, Medikamenten (Schmerztherapie) und den notwendigen Hospizen und Kliniken. Hospizbewegungen existieren zumeist unbemerkt am Rande der Gesellschaft.

Trotzdem heben sich einige Länder heraus, die eine Vorreiterrolle in der Sterbequalität, die in dem gleichnamigen Index gemessen wird, übernommen haben. In England, Australien, Neuseeland, Irland und Belgien geht man am Offensten mit dem Thema “Sterben” um und hat die besten Voraussetzungen für ein würdevolles Sterben für Patienten im Endstadium geschaffen, wobei klargestellt werden muss, dass auch dort noch nicht alles perfekt ist.

Schlimm sieht es hingegen in Mexiko, China, Brasilien, Uganda und Indien aus. Ein geeignetes Gesundheitssystem mit den entsprechenden Regelungen fehlt laut der Worldwide Palliative Care Alliance fast gänzlich.
Erschreckend ist zu beobachten, wie in den so hoch entwickelten Ländern das Thema Sterben immer noch tabuisiert wird und den Patienten eine würdevoller Tod nicht gewährt wird.

Quelle: BBC

von Martin Richard Schmitt