Strafstoβ: FIFA beschlieβt Regeländerung beim Elfmeter

Strafstoβ: FIFA beschlieβt Regeländerung beim Elfmeter

Der Internationale Fuβballverband FIFA hat laut Berichten der BBC am Dienstag eine Regeländerung beim Strafstoß durchgesetzt, die auch schon bei der Fuβball-WM 2010 in Südafrika zum Einsatz kommen wird. Demnach ist es dem ausführenden Spieler nicht mehr erlaubt beim Anlaufen und Ausführen des Strafstoßes die Bewegung zu unterbrechen. Die bisher geltende Regel lieβ einen kurzen Stop während des Anlaufs noch zu. Besonders in Südamerika hat sich die Eigenart der Strafstoßschützen durchgesetzt, während des Anlaufs kurz innezuhalten, um somit die Bewegungsrichtung des Torwarts zu erkennen.

Laut dem allerneusten Regelwerk hat der Elfmeterschütze diese Möglichkeit von jetzt ab nicht mehr. Sollte er dennoch den Anlauf unterbrechen, wird er vom Schiedsrichter mit einer Gelben Karte verwarnt. Im Falle, dass der Ball in das Tor geht, wird der Strafstoß wiederholt. Ansonsten gelten die alten Regeln für die Ausführung eines Elfmeters. Dabei müssen alle an der Ausführung des Strafstoßes nicht beteiligten Spieler, mit Ausnahme des Schützen, einen Mindestabstand von 9,15 m einhalten. Jedoch außerhalb des Strafraumes sowie hinter dem Strafstoßpunkt.

Der Torwart darf die Torlinie nicht nach vorne überschreiten. Dies ist eine Regel, die zusehends von den Schiedsrichtern und Torhütern missachtet wird. Es ist dem Schützen sogar erlaubt, anstatt direkt auf das Tor zu schieβen, einen Pass zu spielen (indirekte Ausführung). Zwingend ist jedoch dabei die Richtung nach vorne.

Zwar ist dem Schützen ein Nachschuss bei einem regulären Elfmeter erlaubt, jedoch nur dann, wenn zwischenzeitlich ein anderer Spieler den Ball berührt hat. Springt der Ball an die Latte oder geht an den Pfosten, so hat der Schütze nicht die Möglichkeit noch einmal zu schieβen, ohne dass ein anderer Spieler zuvor den Ball berührt hat.

Für eine Fuβball-WM haben Elfmeter eine besondere Brisanz, kommt es doch ab den Achtelfinal-Partien nicht selten zu einem Showdown im Elfmeterschieβen, um so den endgültigen Sieger einer Partie in einem KO-System ausfindig zu machen. Hierbei gilt die Regel, dass kein Nachschuss erlaubt ist. Laut einer Statistik liegt die Erfolgsquote der Schützen in der Regel zwischen 75 und 80 %, bei Weltmeisterschaften sogar bei bis zu 90 %. Anzunehmen ist, dass mit dieser Regeländerung der Torwart mehr Chancen erhält einen Elfmeter zu parieren.

Quelle: www.bbc.co.uk

von Martin Richard Schmitt