Studie: Sex-Praktiken der Mayas und Azteken entschlüsselt

Studie: Sex-Praktiken der Mayas und Azteken entschlüsseltArchäologen haben eine Studie in der Wissenschaftszeitschrift “Arqueología Mexicana” veröffentlicht, die das lange gehütete Geheimnis über die Sexpraktiken der präkolumbianischen Völker in Mexiko und  Mittelamerika offenlegt.

Bei der Ankunft der Spanier sahen sich diese Sexpraktiken der Indios gegenüber, die sich völlig von den ihren unterschieden. Als Erkenntnis gewannen die Anthropologen die Einsicht, dass das Sexualverhalten der  Indios weit über die simple Reproduktion hinausragte.

Rein moralische Gesichtspunkte verhinderten bisher eine tiefere Einsicht in das Thema, obwohl Aufzeichnungen aus der Epoche in einer geheimen Abteilung des Museo Nacional de Antropología in Mexiko zur Verfügung gestanden hätten.

Sexuelle Praktiken der Mayas und Azteken

Unter den Mayas und anderen präkolumbianischen Kulturen war die Homosexualität Bestandteil der Erziehung von Jugendlichen und weit verbreitet. Überdies galt auch die Masturbation als ein Zeichen der Fruchtbarkeit. Sie wurde sogar teilweise in einem rituellen Rahmen praktiziert. Dazu griffen die Indios auch auf hölzerne Sexobjekte zurück.

Erotik bezog sich für einige Völker nicht auf eine reine Sexualität, sondern galt als eine Form der Ordnung, die sich zwischen den Geschlechtern aufspaltete.

Sexuelle Übergriffe wurden hingegen schwer bestraft. Todesstrafen mitunter durch Verbrennung, Verstümmelungen oder qualvolle Marter erwartete die Täter. Der Hintergrund für solche Strafen waren jedoch nicht die soziologischen Aspekte, sondern eher die Angst davor, dass das Gesamtgefüge des Kosmos und der Gesellschaft durch die Taten aus dem Gleichgewicht gerät.

Quelle: bbc.co.uk

von Martin Richard Schmitt