Studie: Videospiele mit Gewaltinhalten machen Kinder und Jugendliche aggressiv

Eine neue Studie, der Informationen und Beobachtungen aus der gesamten Welt zu Grunde liegen, bestätigt die langgehegte Vermutung, dass aggressive Videospiele zu einer Verhaltensänderung bei Kinder und Jugendlichen führen. In der Studie wurden die Daten und Aufzeichnungen von 130.000 Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Welt analysiert. Unabhängig von Geschlecht, Alter und Kultur wurde der Beweis erbracht, dass gewaltverherrlichende Videospiele aggressiv machen. Durchgeführt wurde die Untersuchung von Craig Anderson, einem Professor an der staatlichen Universität von Iowa (USA), der den gröβten Teil seines Lebens der Forschung auf diesem Gebiet gewidmet hat. Zu lesen ist das Ergebnis der Untersuchung in einem Bericht, der im Psychollogical Bulletin erschien, einer Zeitschrift, die zur American Psychological Association gehört.

Die permanente Konfrontation mit dieser Art von Videospielen führt zwangsläufig bei den Betroffenen zu Veränderungen in ihrem sozio-kulturellen Umfeld, das mit aggressiven Gedanken und Verhaltensweisen einhergeht. Die Experimente wurden sowohl in östlichen wie auch in westlichen Kulturen mit unterschiedlichen Methoden durchgeführt – das Ergebnis war jedoch stets das gleiche. Auf der Basis aller Werte von Kindern aus dem Grundschulalter bis zu den Jugendlichen in den Abiturklassen lässt unwiederlegbar feststellen, dass der Umgang mit den Videospielen, die hauptsächlich Gewalt als Inhalt haben, eine Veränderung in Gefühlen, Verhalten und Gedankenstrukturen – und das sogar auf lange Sicht –  mit sich bringt.

Es ist rein wirtschaftlich und kulturell kaum zu bewirken, dass den Jugendlichen der Zugang zu den Spielen verwehrt werden kann. Einzig und allein den Eltern und der Schule bleibt es auf Grund ihrer erzieherischen Einflussnahme möglich die Verhaltensweise der Kinder und Jugendlichen zu lenken. So haben die Eltern die Pflicht das Verhalten ihrer Kinder am Computer zu beobachten und gegebenenfalls einzulenken. Für Anderson war es übrigens die letzte Studie dieser Art, er ist sich sicher den Beweis für seine Behauptung erbracht zu haben. Jetzt ist es an anderen die entsprechenden Maßnahmen zu treffen.

Quelle: ar.news.yahoo.com

von Martin Richard Schmitt