Synthetisches Marihuana «Spice» spaltet die Gemüter

Synthetisches Marihuana spaltet Gemüter

Die umstrittene synthetische Droge «Spice»

© Schorle/Wikipedia (GNU)

USA – Die weite Verbreitung der noch legalen synthetischen Droge „Spice“ bereitet Anlass zur Besorgnis.

Selbst Minderjährige können in den USA „Spice“ legal erwerben. Zwar ist es kein Marihuana, dass in den kleinen Säckchen enthalten ist, sondern K2 (bekannt auch unter dem Namen Spice, Genie oder Zohai), aussehen tut es aber auf jeden Fall fast genau so wie Marihuana, nur der Kenner bemerkt einen Unterschied.

K2 ist eine Mischung aus verschiedenen Pflanzen, die mit einer synthetischen Droge besprüht werden, die dem THC ähnlich ist. Alle Zutaten sind leicht und legal in den USA erhältlich, selbst in den Tabakläden einiger Staaten wird K2 frei verkauft, beim Militär jedoch ist das „Kraut“ verboten. In manchen amerikanischen Staaten denken die Verantwortlichen jetzt darüber nach „Spice“ zu verbieten. Produziert wird die Droge in Korea oder China, konsumiert wird sie ähnlich wie Mariuhana in Form von gedrehten Zigaretten oder in Pfeifen. Obwohl in vielen Ländern Europas verboten, sind die Amerikaner sich über die weiteren Vorgehensweisen noch uneinig.

Die in der Droge enthaltene Chemie macht den Behörden sorgen, denn die Ausbreitung lässt sich kaum noch stoppen. In Schulen ist K2 äußerst populär, Verurteile auf Bewährung wurden ebenfalls schon beim Konsum von Spice erwischt. Spice ist nicht billig, immerhin müssen für drei Gramm zwischen 20 und 50 Dollar gezahlt werden. Der Vorteil jedoch liegt für den Konsumenten klar auf der Hand: legal und nicht nachweisbar bei Drogentests. Für die Forscher an der Clemson Universität sind die Konsumenten der Droge jedoch „Idioten“, denn der Stoff wurde dazu genutzt getrocknete Blumen, Tabak und Kräuter zu besprühen.

Im Bundesstaat Missouri sieht eine Gesetztesvorlage für den Besitz von K2 bis zu 7 Jahre Gefängnis vor. Das bedeuted das gleiche Strafmaß wie für den Besitz von echtem „Gras“. In Kansas erwägt man für den Besitz von Spice ein Strafmass von einem Jahr Gefängnis und 2.500 Dollar. In einigen Staaten will man jedoch gar nichts von der Droge wissen, und andere Staaten haben ein echtes Definierungsproblem, da K2 weder Tabak noch sonst was ist. Ein Minderjähriger kann die Droge ohne Probleme legal erwerben.

Über die toxischen (Langzeit) Wirkungen ist offiziell noch nichts bekannt. Bedenkliche Symptome sind jedoch, dass es zu teilweisen Lähmungserscheinungen, einer Verringerung der Körpertemperatur und Gefühlsunempfindlichkeiten kommen kann. Die einzige nennenswerte Studie des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction fand je nach Marke unterschiedliche zum Teil nicht den Angaben entsprechende Bestandteile in K2.

Autor:
Quelle(n):
Themen:

Martin

msnbc.msn.com

Spice, K2, Marihuana, Drogensucht

von Martin Richard Schmitt