„Tatort Internet“: RTL 2-Suche nach Kinderschändern richtig oder nicht?

Seit dem Beginn der Ausstrahlung der Sendung „Tatort Internet“ im Privatsender RTL2 ist Deutschland gespaltener Meinung über die Vorgehensweise und die Art der Enttarnung der vermeintlichen Kinderschänder. Die meisten Zuschauer sind laut Medienberichten dafür, weiterhin auf diese Art zu verfahren und die Täter zu entlarven.

Dabei kommt es nicht selten zu verbalen Entgleisungen in den Aussagen.

Zuschauerqouten steigen bei Eltern und jungen Frauen

Besonders unter den Eltern und den jüngeren weiblichen Zuschauern nehmen die Zuschauerzahlen stark zu. Bis zu 28 Prozent mehr Frauen im Alter von 14 bis 29 Jahren schalteten in der vergangenen Folge von „Tatort Internt“ ein. Auch bei den Eltern ist eine konstante Zuwachsrate zu verzeichnen.

Presserechtler Brennecke verurteilt RTL 2 und „Tatort Internet“

Der Presserechtler Carsten Brennecke verurteilt die medienwirksame Jagd auf die Kinderschänder mit den Worten: „Auch Kinderschänder haben Persönlichkeitsrechte. Niemand hat das Recht, sie öffentlich an den Pranger zu stellen. Denn wir leben nicht mehr im Mittelalter.”

Dass er damit womöglich Recht behält, zeigt sich jetzt in dem Fall eines  Caritas-Mitarbeiters der aufgrund der Entlarvung in der Sendung “Tatort Internet” gefeuert wurde und kurz danach verschwunden ist.

Welche Folgen werden weitere Enttarnungen für die Betroffenen noch mit sich bringen?

Nächste Folge „Tatort Internet – Schützt endlich unsere Kinder“ am Montag, 18. Oktober um 21:15 Uhr bei RTL II.

von Martin Richard Schmitt