Top-Kill: Banale Werkzeuge im Kampf gegen den Ölteppich

BP oil leak in the Gulf of MexicoGOLF VON MEXIKO – Wieder ist der Versuch von BP fehlgeschlagen das in den Golf von Mexiko strömende Öl zu stoppen. Wegen einer stumpf gewordenen Säge mussten die Arbeiten am Steigrohr unterbrochen werden. Eine Diamantsäge hatte sich beim Zerschneiden des Rohres in einer Tiefe von 1 500 m so fest verklemmt, dass die Arbeiter von BP 12 Stunden brauchten, um das Werkzeug zu entfernen. Gerade einmal die Hälfte des Rohres konnte durchtrennt werden bevor die Säge ihren Geist aufgab, berichtete die „New York Times“.

Jetzt greifen die BP-Ingenieure zu einem noch banaleren Werkzeug, um das Rohr zu durchtrennen und dann einen Auffangtrichter aufsetzen zu können. Mit einer Schere, die sich angeblich schon anderenorts bewährt hat, soll jetzt das 51 cm dicke Rohr durchschnitten werden.
Allerdings ist nicht klar wann die Arbeiten fortgesetzt werden.

Derweil ergieβen sich immer weitere Ölmassen in das Meer und es könnte durch die fehlgeschlagene Operation jetzt sogar noch mehr werden. Kalkulationen gehen von bis zu zusätzlichen 20 Prozent aus.

von Martin Richard Schmitt