Top Kill: Öl strömt weiter ungehindert in den Golf von Mexiko

Work boats skim oil at site of BP Deepwater Horizon oil spill

GOLF VON MEXIKO – Immer noch sprudelt das Öl aus dem leckgeschlagenen Bohrloch im Golf von Mexiko. Die Rettungsaktion „Top Kill“ ist gescheitert, das musste BP am Wochenende einräumen. Wie es jetzt weiter geht, ist noch nicht ganz klar. Wie Spiegel Online berichtet, plant der Ölkonzern BP möglicherweise am Montag oder Dienstag damit zu beginnen, eine Art Glocke über das Leck, das in 1,6 Kilometern Tiefe liegt, zu installieren. Damit soll das Öl zumindest zum Teil aufgefangen und dann abgepumpt werden. Sollte diese Aktion wieder nicht gelingen, dann könnte es noch bis August dauern, bis Entlastungsbohrungen gemacht sind. Bis dahin würde aber weiterhin Öl in großen Mengen ins Meer strömen.

Diese Ölpest, die wohl die schwerste in der Geschichte der USA ist, veranlasste mehrere hundert Menschen in New Orleans, dagegen zu demonstrieren. Sie wollen den Energiekonzern BP und auch die Obama-Regierung dazu aufrufen, wirksam zu handeln. Belinda Sopczak, eine Einwohnerin New Orleans, sagte dazu: „Ich bin hier, weil ich will, dass BP das Ölbohrloch stopft, seine Sauerei aufräumt und dann zur Hölle verschwindet.

Ausgelöst wurde die Ölpest am 20. April durch eine Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“. Diese zerstörte die Bohrinsel, die dann wenig später im Meer versank und mit ihr elf Menschen.

von Sandra Reinfeld