Tschechien ist Weltmeister. Deutschland Vierter

Sports News - May 24, 2010

Überraschung bei der Eishockey Weltmeisterschaft 2010. Im Finale schlug Tschechien die favorisierten Russen mit 2:1 und sicherte sich damit den zwölften WM-Titel der Historie. Deutschland verpasste die Bronzemedaille nur knapp, konnte am Ende mit der Heim-WM trotzdem zufrieden sein.

Als haushoher Favorit ging die russische Eishockey-Nationalmannschaft gestern ins Finale der WM 2010. Schon vor der Weltmeisterschaft in Deutschland galt das Team als großer Favorit. Doch spätestens nach dem 5:2-Erfolg im Viertelfinale gegen den großen Konkurrenten Kanada schien Russland den Titel sicher zu haben. Es wäre der dritte WM-Erfolg in Serie gewesen und der 26. überhaupt. Alle Zeichen sprachen für Russland, die zuvor 27 WM-Spiele in Serie für sich entschieden hatten. Doch in Tschechien fand der Rekordchampion seinen Meister.

Vor 19.123 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena ging Tschechien schon nach zwanzig Sekunden durch Jakub Klepis in Front. Altstar Jaromir Jagr (38) hatte seinen Mitspieler perfekt in Szene gesetzt. Russland reagierte mit wütenden Angriffen, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Goalie Tomas Vokoun. Statt Ausgleich schloss Tomas Rolinek (39.) einen Konter zum 2:0 ab. Russland erhöhte den Druck, schaffte in der Schlussminute durch Pawel Dazjuk allerdings nur noch den Ehrentreffer. Tschechien hatte zuletzt 2005 in Wien und zudem 2001 die letzte Weltmeisterschaft in Deutschland gewonnen.

Die Heimmannschaft verpasste kurz zuvor die große Überraschung. Nach einer starken WM, die man der jungen Mannschaft zuvor nicht zugetraut hatte, unterlag die DEB-Auswahl im Spiel um Platz drei Schweden mit 1:3. Nach der frühen Führung durch Magnus Pääjärvi (3.) schaffte Alexander Barta (36.) zwar den Ausgleich, doch Jonas Andersson (44./60.) sicherte den Skandinaviern Bronze. Mit Platz vier meldete sich die deutsche Mannschaft von Trainer Uwe Krupp nach den desolaten Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver in der Weltspitze zurück.

Quelle: Welt

von Andre Gierke