Umfrage: Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf unseren Schlaf

NEW YORK - JUNE 07: Traders work on the floor of the New York Stock Exchange minutes before the opening bell June 7, 2010 in New York City. Stocks were mixed in morning trading after the Dow dopped below 10,000 on June 4. (Photo by Mario Tama/Getty Images)
Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind weitreichender als gedacht. Das hat zumindest das Meinungsforschungsinstitut TNS, einem Bericht der Welt Online zufolge, herausgefunden. Das Ergebnis einer Umfrage zeigt, dass 36 Prozent der Führungskräfte weniger schlafen als vor Beginn der Wirtschaftskrise.

Zu wenig Schlaf führt irgendwann zu gesundheitlichen Problemen. Vor allen Dingen aber reduziert ein dauerhafter Schlafmangel die Belastungsfähigkeit. Auslöser für Schlafstörungen ist vor allem Stress im Job. Dazu sagte der bekannte Schlafforscher Professer Jürgen Zulley: „Schlafstörungen entstehen am Tag“, „Erholsamer Nachtschlaf hat viel mit mentaler und körperlicher Entspannung zu tun. In einem angespannten Zustand kann man nicht schlafen.“

Und wer nachts wach liegt, kann nicht entspannen und leidet unter einer Mini-Depression. Denn die Probleme, die man tagsüber noch als lösbar empfunden hat, werden in der Nacht zu einem unüberwindbaren Berg.

Wer seinem Körper einen chronischen Schlafmangel zumutet, der muss damit rechnen, dass sein Körper und seine Seele auf Sparflamme laufen, dass die Lebensfreude sinkt und das Immunsystem geschwächt wird. Die Folge können Bluthochdruck, Schlaganfälle, Depressionen und im schlimmsten Fall sogar Krebs sein.

Allerdings wird die Dauer eines erholsamen Schlafs auch leicht überschätzt. Der Schlafforscher Zulley kennt eine Faustregel: „Vier Stunden Schlaf sind das absolute Minimum.“ Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.

von Sandra Reinfeld