Uni Bayreuth weist Kritik von Karl-Theodor zu Guttenberg zurück

Karl-Theodor zu Guttenberg meldete sich nach seiner Auszeit mit einem Buch wieder zurück. In diesem klagt er neben der CSU auch die Universität Bayreuth ab. Die Uni weist jetzt aber die Vorwürfe des ehemaligen Verteidigungsministers „mit aller Entschiedenheit als unbegründet“ zurück.

Guttenberg hatte in seinem Buch „Vorerst gescheitert“ der Uni vorgeworfen, man habe seinen Fall nicht unabhängig geprüft. „Ich bin nicht bereit, mir von einer Kommission, die noch nicht einmal mehrheitlich mit Juristen besetzt gewesen ist, eine rechtlich relevante vorsätzliche Täuschung vorwerfen zu lassen“, zitiert das Nachrichtenmagazin „n-tv“ aus dem Werk des CSU-Politikers. Guttenberg bekam von der Hochschule infolge der Plagiatsaffäre den Doktortitel aberkannt. Die Uni Bayreuth betonte in ihrer Stellungnahme, mehrere Juristen hätten in der Kommission gesessen oder waren als Berater beteiligt. „Externe Einflussnahme auf die Arbeit der Kommission – wie im Buch unterstellt wird – hat es nicht gegeben“, hieß es weiter. „Insbesondere drohte auch zu keinem Zeitpunkt (…) der Verlust von Forschungsgeldern.“

Guttenberg rechnet in seinem Buch aber nicht nur mit der Uni Bayreuth ab, auch einen Seitenhieb gegen die CSU konnte er sich nicht verkneifen. Er spricht in seinem Buch der CSU das Prädikat „Volkspartei“ ab und wirft ihr mangelnde Innovationskraft vor. Trotzdem fordert nun Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, die eigene Partei zur Gelassenheit auf. Wie er gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ erklärte, rate er „allen in der CSU, von der Parteiführung bis zur Basis, zu mehr Gelassenheit im Umgang mit den Äußerungen von Guttenberg“. Zudem sagte Müller, er würde „es begrüßen, wenn er in die Politik zurückkehrt.“

von Alexander Hirsch