Unruhe in der Deutschen Eishockey Liga

Keine Woche nach der Eishockey Weltmeisterschaft 2010 im eigenen Land, sorgt der Sport schon wieder für negative Schlagzeilen. Damit scheint die Deutsche Eishockey Liga die neue Eishockey-Euphorie in Deutschland nicht in ein neues DEL-Fieber ummünzen können. Die Kassel Huskies und die Frankfurt Lions könnten in der kommenden Saison nicht mehr in der höchsten deutschen Spielklasse antreten.

Schon gestern untersagte die DEL den Kassel Huskies die Lizenz am Spielbetrieb 2010/2011. Voraus gegangen waren finanzielle Probleme, die der Verein nicht in den Griff bekommen hat. Deshalb hatten die Huskies einen Insolvenzantrag gestellt. Daraufhin hatten die Gesellschafter der Deutschen Eishockey Liga den letztjährigen Tabellenletzten vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

Nun könnte auf dem Traditionsklub aus Frankfurt dasselbe Schicksal widerfahren. Zwei Millionen Euro fehlen dem Verein, um den Etat für die kommende Saison zu decken. Gespräche mit Vertretern der Stadt hatten bisher zu keinem Ergebnis geführt, so dass sich die Lions zu dem Schritt entschieden haben. Heute werden sie beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens einreichen.

Mit den Hessen würde ein Stück Geschichte aus der DEL weg brechen. Das Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey Liga feierte 2004 mit dem Gewinn der Meisterschaft den bisher größten Erfolg. Auch deshalb hofft man beim letztjährigen Viertelfinalisten doch noch auf eine Rettung.

Das Aus von gleich zwei Mannschaften könnte die positive Energie der WM 2010, bei der Deutschland überraschend Platz vier belegte schnell wieder zunichte machen.

Quelle: Welt

von Andre Gierke