US-Luftangriff auf afghanisches Dorf

Das US-Militär hat zugegeben, Fehler bei der Durchführung von Luftangriffen am Anfang des vergangenen Monats gemacht zu haben. Bei den Angriffen in Afghanistan sollen Dutzende Zivilisten getötet worden sein.

Am Freitag teilte das für den Afghanistan-Einsatz zuständige US-Zentralkommando mit, eine Untersuchung habe ergeben, dass bei den Angriffen in der afghanischen Farah-Provinz nicht alle Leitlinien befolgt worden seien. Dies habe wahrscheinlich zu zivilen Opfern geführt.

Ein Untersuchung der afghanischen Regierung ist zu dem Schluss gekommen, dass es 140 zivile Opfer gab. Im Gegensatz dazu gibt das US-Militär eine andere Zahl an, es sollen mindestens 26 gewesen sein. Ferner sind bei dem Angriff 78 Taliban-Kämpfer ums Leben gekommen. Dennoch heißt es im Bericht: „Wir werden wohl nie in der Lage sein, genau zu bestimmen, wie viele zivile Opfer dieser Einsatz gefordert hat.“ Man könne daher nicht ausschließen, „dass mehr als 26 Zivilisten bei dem Angriff getötet wurden.“
Der amerikanische Angriff fand am 4. Mai statt. Bei dem Einsatz gegen die Taliban hatten die amerikanischen Truppen Luftunterstützung angefordert.

(Mark)

Quellen:

  1. Sueddeutsche Zeitung