USA: Immigration verringert nicht die Löhne und Gehälter

USA: Immigration verringert nicht die Löhne und Gehälter

Studie zum Einfluss der Immigration auf dem Arbeitsmarkt


men@work © Lars Eirich/aboutpixel.de

WASHINGTON DC – Die Immigration von Ausländern verringert nicht die Löhne und Gehälter der einheimischen Arbeitskräfte, sondern im Gegenteil führt zu einer leichten Anhebung der Löhne, egal auf welchem Arbeitsplatzniveau. Das sind die Untersuchungsergebnisse einer Studie des Economic Policy Institute (EPI), die in der amerikanischen Hauptstadt Washington die vergangene Woche veröffentlicht wurden.

Die Daten aus dem Arbeitsministerium zeigen, dass die Immigration von knapp 10 Millionen Einwanderen zwischen den Jahren 1994 und 2007 zu einer durchschnittlichen Erhöhung der Wochenlöhne von 0,4 % geführt hat. Jedoch ging der Lohn der Arbeiter, die zwar schon länger im Land waren, aber außerhalb geboren wurden um 4,7 % zurück. Das hängt damit zusammen, dass die einheimischen Arbeitskräfte nicht unbedingt mit den Einwanderern am Arbeitsmarkt in direkte Konkurrenz treten. Die Neuankömmlinge haben wie die schon länger anwesenden Arbeitskräfte u. a. mit Sprachprobleme zu kämpfen und daher bleibt ihnen ein großer Teil des Arbeitsmarktes verschlossen.

Bildung und Alter

Interessant ist die Tatsache, dass es sogar zu einer leichten Anhebung der Löhne vor allem für die einheimischen Arbeitskräfte mit höherer Schulbildung kommen kann. Aber auch diejenigen, die nur über einen mittleren Bildungsabschluss verfügen müssen nur mit einem Einkommensverzicht von 0,2 % gegenüber den Einwanderern rechnen. Die Frauen speziell sind nur in unbedeutender Weise, egal über welchen Bildungsgrad sie verfügen, von Lohnminderungen betroffen.

In Bezug auf das Alter erfahren die jungen Arbeitskräfte, die über eine Erfahrung von ein bis zehn Jahren verfügen, dank der Immigration einen Lohnanstieg von knapp 1 % gegenüber den eingewanderten Arbeitskräften. Etwas schlechter sieht es hingegen für die etwas erfahreneren Arbeitskräfte aus, diese müssen einen Lohnverlust von 0,3 % hinnehmen.

Auch die Staaten mit der größten Immigration in den USA «Texas, Kalifornien, New York und Florida» weichen nicht von den landesweiten durchschnittlichen Ergebnissen ab. Nur kleinere Abweichungen sind bei verschiedenen Untergruppen zu verzeichnen. Mit dieser Untersuchung wurde vielen Populisten, die sich gegen die Immigration von neuen Arbeitskräften stellen, der Wind aus den Segeln genommen.

Martin

Tags:

USA, Washington, Arbeitsmarkt, Gehalt

Quelle:

Univision

von Martin Richard Schmitt