Vulkan Pacaya: Flughafen gesperrt und Tausende nach Vulkanausbruch in Guatemala evakuiert

Vulkan Pacaya: Flughafen gesperrt und Tausende nach Vulkanausbruch in Guatemala evakuiert

Aufgrund eines heftigen Vulkanausbruchs des Pacaya hat in dem mittelamerikanischen Staat Guatemala Staatschef Alvaro Colom den Notstand für drei Regierungsbezirke ausgerufen. Für mindestens 15 Tage gelten die Anordnungen. Gleichzeitig wurden der Internationale Flughafen La Aurora geschlossen und die Evakuation von zumindest vier Ortschaften, die ganz in der Nähe des Pacaya liegen, angeordnet. Über 1 600 Bewohner mussten evakuiert werden, mehrere Hundert wurden in Notunterkünften untergebracht.

Die Asche und der Sand, die mit heftiger Wucht aus dem Vulkaninneren geschleudert werden, erreichen sogar die 50 Kilometer entfernt liegende Hauptstadt Guatemala-Stadt. Unter einer mehreren Zentimeter dicken Ascheschicht liegt die komplette Altstadt bedeckt. Die niedergegangenen Gesteinsbrocken verteilen sich innerhalb eines Radius von bis zu 100 Kilometer.

Der Krater des Vulkan Pacaya, der sich im Distrikt von Palin erhebt, liegt auf einer Höhe von 2 522 m. Bisher kamen laut offiziellen Angaben mindestens drei Menschen ums Leben, darunter ein Journalist, der über den Vulkanausbruch berichten wollte. Laut Aussagen aus dem nationalen seismologischen Institutes „Instituto Nacional de Vulcanología“ (Insivumeh), ist mit einer Beruhigung der Vulkanaktivitäten in den kommenden Stunden nicht zu rechnen.

von Martin Richard Schmitt