„Wetten, dass..?“: Günther Jauch wird nicht Nachfolger von Thomas Gottschalk

Am vergangenen Samstag trat Thomas Gottschalk das letzte Mal als Moderator von „Wetten, dass..?“ in Erscheinung. Nach dem tragischen Unglück um den schwer verletzten Wettkandidaten Samuel Koch hatte der 61-Jährige seinen Abschied angekündigt.

In der Show vom Samstag bot Gottschalk seinem alten Freund Günther Jauch die Nachfolge an. Der Moderator erbat sich einen Tag Bedenkzeit, wollte sich am Sonntag in seinem Jahresrückblick bei RTL entscheiden, zudem er Gottschalk einlud. Erwartungsgemäß sagte Jauch aber ab. „Ich glaube einfach, dass ich das nicht gut kann. Und als Nachfolger von dir könnte ich es schon gar nicht“, so Jauch zu seinem langjährigen Freund. „Ich glaube, alle Beteiligten können damit leben“, fügte Jauch hinzu. Gottschalk betonte erneut, dass er sich aus der Debatte um seine Nachfolge heraushalten möchte. Doch der Zuschauer könnte zu dem Schluss kommen, dass er sich für Barbara Schöneberger als geeignete Nachfolgerin aussprechen würde. „Sie ist wirklich furchtlos, sie ist schnell und ich glaube, sie wäre auch ein Statement, was Frauen betrifft. Die hat das Zeug, es zu können“, so der 61-Jährige.

Auch wenn er sich verabschiedet, glaubt Gottschalk nicht, dass es mit „Wetten, dass..?“ vorbei ist. „Ich glaube, das steht fest. Die Sendung soll weitergehen“, sagte er. Sein Nachfolger müsse „sich das Ding zurechtrücken“, sagte Gottschalk im Jahresrückblick. „Man darf vor so etwas nicht davon laufen.“

Indes gab Gottschalk nun zu Protokoll, dass der Unfall von Samuel Koch nicht der einzige Grund war, warum er sich von der Samstagabend-Show verabschieden wollte. Schon vor der Bekanntgabe seines Abschieds habe er sich gefragt, wie lange man „Wetten, dass..?“ noch durchziehen könne. Nicht nur, dass die Konkurrenz zugenommen habe, sei es auch schwerer geworden, der Erwartungshaltung gerecht zu werden. Demnach sei sein Ausstieg nicht nur eine moralische, sondern „auch eine praktische Entscheidung“.

von Alexander Hirsch