Windows erlaubt freie Browserwahl ab 1. März

Windows erlaubt freie Browserwahl ab 1. März

Internet Explorer adieu? Stattdessen Firefox, Chrome, Opera & Co.?

© jeffwilcox / Flickr

Für Millionen europäische Internet Explorer-Nutzer eröffnet sich bald die Möglichkeit einen alternativen Browser zu wählen.

Ab 1. März steht ein kostenloses Upgrade für alle Microsoft-Versionen zur Verfügung, damit folgt das amerikanische Unternehmen Microsoft mehr oder weniger freiwillig einem Abkommen mit der Europäischen Union vom Dezember 2009.

Über die Hälfte aller weltweiten Internet-User greifen derzeit noch auf den Internet Explorer zurück. Das neue Software Update gilt automatisch für die Betriebssysteme Windows XP, Windows Vista und Windows 7. Derzeit laufen schon Testversionen in den Ländern Großbritanien, Belgien und Frankreich, das sind die Infos aus dem Blog von Dave Heiner, dem Vizepräsident von Microsoft. Nach den Aussagen von Heiner haben die User jetzt völlig freie Wahl in der Auswahl ihres Browsers. Google Chrome, Firefox und Opera sind einige Alternativen, die sich den Nutzern bieten. Millionen von Internetnutzern, die sich bisher keine Gedanken um die Auswahl ihres Browsers gemacht hatten, sind jetzt gezwungen eine Wahl zu treffen. Aus anderen Bereichen wurden positive Stimmen über das Verhalten von Microsoft laut, so ließ das Mozilla Gründungsmitglied Mitchel Baker verlauten, dass die Entscheidung von Microsoft einen wichtigen Meilenstein in Richtung Selbstbestimmung der Menschen bedeute.

Microsoft empfiehlt Usern, die weiterhin auf Internet Explorer zurückgreifen möchten auf die älteren Versionen IE 6 oder IE 7 gänzlich zu verzichten und stattdessen die allerneuste Version Internet Explorer IE 8 zu nutzen, die über eine erweitertes Sicherheitssystem verfügt. Am 15. Januar hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Internet-Nutzer vor dem Gebrauch des Internet Exporer-Browsers gewarnt. Hintergrund war damals der chinesische Cyberangriff auf das Netzwerk von Google. Die Sicherheitslücke betraf laut McAfee damals alle Versionen des Internet Explorers. Die Angreifer konnten durch die Lücke die komplette Kontrolle über die Daten eines PC´s erhalten. Selbst der “Private Modus” konnte nach Angaben des BSI keinen sicheren Schutz gewährleisten.
Mit der Öffnung des Marktes und auf Grund der negativen Vorkommnisse wird der Browser von Microsoft wahrscheinlich viele Marktanteile in der kommenden Zeit verlieren.

Autor:
Quelle(n):
Themen:

Martin

http://microsoftontheissues.com

Browser, Microsoft, Internet Explorer, Cyberangriff, Dave Heiner

von Martin Richard Schmitt