Withney Houston in Berlin ausgebuht

Withney Houston in Berlin ausgebuht

BERLIN – Das erste Konzert der amerikanischen Soul-Ikone Withney Houston in Berlin ging völlig daneben und endete in einem Fiasko. Nicht unbedingt war es nur die Stimme, die ihr mehrfach versagte, überdies lieβ Withney es an mangelndem Benehmen fehlen. So rülpste sie mehrfach in das Mikrofon und musste minutenlange Pausen einlegen. Schwer mit ihrer Stimme ringend und oft tief luftholend schlug sie sich zuweilen auf die Brust, doch schaffte sie es nur selten die extrem anspruchsvollen Songs komplett zu beenden.

Die Fans in der Berliner O2-Arena, die die in einem schwarzen Lederkostüm auftretende Diva anfangs noch frenetisch bejubelten, bemerkten alsbald die Schwächen der Sängerin und schwenkten in das Gegenteil um. Schon nach ein paar Songs waren die ersten Buh-Rufe aus dem enttäuschten Publikum zu vernehmen, andere machten sich derweil über die 46-Jährige lustig.

Die 10 000 Fans in der Halle waren die ersten, die Withney Huston auf ihrer Deutschland-Tournee, die sie durch 10 Städte führen wird, zu sehen bekamen. Die Tour ist eine Promotion für ihr neustes Album “I look to you”, von dem sie einige Songs interpretierte. Viele Zuschauer, die schon frühzeitig enttäuscht die Halle verlieβen, verzichteten lieber auf  solche alten Hits wie: „Saving All My Love For You“, „Step by step“ oder „I will always love you”. Selbst die gute Light- und Effektshow konnte den enttäuschenden Gesamteindruck des Konzertes von Withney Houston nicht mehr wettmachen.

Die langjährigen Drogen- und Alkoholprobleme der Sängerin scheinen sich jetzt langfristig bemerkbar zu machen. Das Comeback in Berlin ging jedenfalls völlig daneben.

von Martin Richard Schmitt